• „Schluss mit dem Routerzwang“ – Radiosendung im Deutschlandfunk

    Heute war ich beim Deutschlandfunk zu einer Radiosendung über den Routerzwang eingeladen. Wir haben etwa eine Stunde lang darüber geredet, warum es so wichtig ist, dass wir seit dem 1. August endlich Routerfreiheit in Deutschland haben, was das für Verbraucher bringt und welche Fragen noch ungeklärt sind.

    Zusammen mit den beiden anderen Gästen, Marleen Frontzeck von teltarif.de und Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen, haben wir mit dem Moderator Römermann aber auch weitere Aspekte angeschnitten, etwa W-LAN-Sicherheit und Freifunk-Netzwerke. Insgesamt war es eine sehr angenehme und hoffentlich für möglichst viele Menschen auch informative Sendung. Und da es mein erstes Radio-Interview war, zumal auch noch live, freut mich das ganz besonders.

    Eine kurze Zusammenfassung gibt auf der Deutschlandfunk-Webseite, von wo man auch die Audio-Aufnahme herunterladen bzw. direkt anhören kann. Für Archivierungszwecke stelle ich die komplette Sendung auch im freien ogg-Format hier zum Download bereit.

  • Weiterer Teilerfolg beim Routerzwang

    Router in Bedrängnis

    Eigene Router in Bedrängnis – hoffentlich nicht mehr lange

    Die Free Software Foundation Europe und alle Freunde Freier Software, Verbraucherrechte und freien Wettbewerbs können sich seit einigen Tagen über einen weiteren Erfolg beim Thema Routerzwang freuen. Nachdem das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) das Thema Routerzwang in die eigenen Hände genommen hatte und einen Gesetzentwurf (TK-Endgerätegesetz) verfasst hat, der größtenteils unseren Vorstellungen entspricht, wurde dieser Entwurf der EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten für Kommentare und Änderungswünsche vorgelegt. Dabei wurde nach Ablauf der sogenannten Stillhaltefrist ausschließlich eine formelle Unklarheit bemängelt und der Gesetzestext im Inhalt gebilligt.

    Kurzinfo: Was ist Routerzwang?
    In unserer Gesellschaft sollte es selbstverständlich sein, sich für technische Geräte frei entscheiden zu können, die man in seinem Zuhause in Betrieb nehmen möchte, genauso wie wir entscheiden können, welches Mobiltelefon wir kaufen. Doch einige Internetanbieter widersprechen diesem Prinzip und schreiben ihren Kunden vor, welches Gerät sie zur Einwahl in das Internet nutzen müssen oder diskriminieren Besitzer alternativer Geräte. Diese Verletzung eigentlich selbstverständlicher Rechte wird Routerzwang genannt und wird von der Free Software Foundation Europe und vielen anderen Organisationen, Projekten und Individuen stark kritisiert. Routerzwang ist nicht nur ein Thema für Technikexperten, sondern betrifft uns alle.

    Routerzwang beschäftigt die FSFE seit dem Januar 2013, die öffentlich in vielen Anhörungen und im Hintergrund Stellung bezogen hat. Mehr Informationen über das Thema auf unserer ausführlichen Übersichtsseite.

    Passend zum Ende dieser Phase hat der Journalist Jan Rähm für den Deutschlandfunk einen Beitrag gesendet, der das Thema sehr differenziert betrachtet, den aktuellen Stand darlegt und sowohl Gegner als auch Befürworter des Routerzwangs zu Wort kommen lässt. Der Beitrag ist als verkürzte Textversion und in der vollen Audioversion (5:48) auf der Webseite des Deutschlandfunks zu finden. So sagt etwa der Pressesprecher von Tele Columbus, einer der wenigen Befürworter des Routerzwangs: [ » Read More…]

  • splitDL – Downloading huge files from slow and unstable internet connections

    Imagine you want install GNU/Linux but your bandwidth won’t let you…

    tl;dr: I wrote a rather small Bash script which splits huge files into several smaller ones and downloads them. To ensure the integrity, every small files is being checked for its hashsum and file size.

    That’s the problem I was facing in the past days. In the school I’m working at (Moshi Institute of Technology, MIT) I set up a GNU/Linux server to provide services like file sharing, website design (on local servers to avoid the slow internet) and central backups. The ongoing plan is the setup of 5-10 (and later more) new computers with a GNU/Linux OS in contrast to the ancient and non-free WindowsXP installations – project „Linux Classroom“ is officially born.

    But to install an operating system on a computer you need an installation medium. In the school a lot of (dubious) WindowsXP installation CD-ROMs are flying around but no current GNU/Linux. In the first world you would just download an .iso file and ~10 minutes later you could start installing it on your computer.

    But not here in Tanzania. With download rates of average 10kb/s it needs a hell of a time to download only one image file (not to mention the costs for the internet usage, ~1-3$ per 1GB). And that’s not all: Periodical power cuts cancel ongoing downloads abruptly. Of course you can restart a download but the large file may be already damaged and you loose even more time.

    My solution – splitDL

    To circumvent this drawback I coded a rather small Bash program called splitDL. With this helper script, one is able to split a huge file into smaller pieces. If during the download the power cuts off and damages the file, one just has to re-download this single small file instead of the huge complete file. To detect whether a small file is unharmed the script creates hashsums of the original huge and the several small files. The script also supports continuation of the download thanks to the great default built-in application wget. [ » Read More…]

  • Sharing is caring – my Git instance

    Some days ago I noticed another time that I have far too less knowledge about Git.
    „Time to change that!“, I thought and set up my own Git instance and also installed gitweb for better usability.

    Upside 1: I can keep track of the many (mainly bash) scripts I wrote in the past and all the changes I will adopt in the future.
    Upside 2: You can hopefully benefit from using and reading my code. All code is licensed under GNU GPL v3 so please feel free to use, study, share and improve my work!

    Some noteworthy projects I’m (a bit) proud of:

    Any questions, ideas or improvements? Please contact me!

    Update 26.02.2016:
    I washed away the quite basic gitweb instance and moved to Gogs. Here’s why and how. Links to the project may have changed because of that (and I’m too lazy to change them here).

  • Freie Kommunikation ist die Essenz des Menschseins

    Im Folgenden werde ich – durch meinen Gemütszustand etwas angefeuert – darlegen, wieso digitale Kommunikationsüberwachung Gift für unsere Gesellschaft ist, weil sie nichts anderes als Millionen Abhörwanzen und Kameras in unseren privatesten Räumen ist.

    Seit einigen Monaten hat sich ein Grundkonflikt in den politischen Debatten verstärkt: Welche Kommunikation sollte überwacht werden dürfen und welche nicht? Ausschließlich inländische Kommunikation? Geschäftliche E-Mails? Telefongespräche über 20 Sekunden Dauer?
    Und parallel dazu bekomme ich seit mehreren Monaten regelmäßig Wutanfälle, nämlich wenn ich Kommentare von „Experten“ und Laien lese, die solche künstliche Trennungen von Kommunikation und deren unterschiedliche Bewertung immer noch ernsthaft in Erwägung ziehen.

    Wieso ist Kommunikation = Kommunikation?

    Weil Kommunikation – in welcher Form auch immer – schützenswert ist und privat bleiben muss, weil wir uns sonst als Gesellschaft aufgeben. Es ist witzlos, gesetzlich eine künstliche Trennung zwischen Kommunikationsarten ziehen zu wollen. Nur die Ewiggestrigen können ernsthaft vorhaben, analoge und digitale Unterhaltung, Schriftwechsel und Meinungsaustausch zu trennen und deren Inhalt unterschiedlich zu behandeln.

    Ja, die technischen Wege der Kommunikationsformen sind unterschiedlich: Bei der einen rege ich durch Muskelbewegungen Vibrationen in der Luft an, die bei meinem Gegenüber im Ohr zu sinnvollen Informationen verarbeitet werden. Bei der anderen schicke ich (un)willkürlich Nullen und Einsen durch Netzwerke, die durch immer noch atemberaubende Technik an der anderen Seite wieder lesbar werden. Doch die Qualität ist dieselbe.

    Stellen wir uns einmal vor…

    Nehmen wir ein realitätsnahes Beispiel: Frau und Herr Schuster. [ » Read More…]

  • Wirklich sichere WhatsApp Alternativen

    Gravestone with WhatsApp logoNachdem diese Woche bekannt wurde, dass Facebook es endlich geschafft hat, WhatsApp-Gründer Jan Koum und Brian Acton mit einer stolzen Summe von rund 16 Milliarden US-Dollar zum Verkauf ihrer Firma zu bewegen, fragen sich viele, was sich nun in Sachen Privatsphäre ändern wird – und wie man dem entgegenwirken kann. In diesme Artikel werde ich erläutern, was man bei der Wahl des richtigen Messengers beachten sollte, warum Threema nicht die Lösung ist und was wirklich sichere Alternativen sind.

    Grundlegendes

    Prinzipiell geht es hier um zwei Aspekte von Datenschutz: Erstens der Schutz vor (halb)staatlicher Überwachung und zweitens der Schutz seiner persönlichen Daten vor privaten Konzernen, meist Werbetreibende.
    Beides sollte jedem von uns sehr wichtig sein, denn WhatsApp befördert noch kritischere Daten als Facebook heutzutage. Wissen wir mittlerweile, dass wir vielleicht nicht unbedingt unseren 300 „Freunden“ auf Facebook unsere peinlichsten Momente per Video mitteilen sollten und dass dort vielleicht auch der künstige Arbeitgeber mitlesen kann, so chatten wir auf WhatsApp viel privater mit einer zweiten Person oder einer sich kennenden Gruppe. Die Hemmschwelle, mal eben lustig-peinliche Bilder zu schicken ist niedriger, genauso wie es einfacher ist, sich anzügliche Nachrichten und Medien hin- und herzuschicken. Bisher haben nur die wenigsten damit ein Problem gehabt, denn es blieb ja privat. [ » Read More…]

  • I love ZNC because #ilovefs

    I love Free Software!

    Today is I love Free Software day 2014. Using the slogan „I love Free Software but I love you more“ this day should not only be used to thank our significant others for their love but also to say „thank you“ to people who work hard to ease one’s everyday tasks with the software they develop.

    Have you ever been in an IRC channel?
    If not, you should try it, it’s a great and easy way of communication and very common.
    If yes, then the term „IRC Bouncer“ might be familiar to you. It keeps „you“ online 24/7 in the channel, although your device at home is offline. During this time, your slot in the channel is reserved by your bouncer.

    ZNCIn this blog post, I’d like to present ZNC to you, a beautiful piece of Free Software which you can install easily on a server, is highly configurable and consumes only little server resources.

    „What the hell should this be for?!“ you’re asking? Well, since I’m presenting ZNC, I can give you a few examples of the mightyness of this software:

    • Basic Functions
      • If you’re leaving the channel, ZNC can set an individual away status and reply to anyone how’s calling you directly in the channel or in a query that you’re unavailable at the moment
      • You can add multiple IRC networks with only one account and one port. Similar bouncers like psybnc are unable to do this. You can edit your networks separately, for example with different nicknames or away messages
      • You don’t want to quit IRC even if you have to because the ongoing discussion is so interesting? No problem with ZNC. ZNC can buffer the channel chat and queries to you, so you can everything if you’re back again. This also helps if you had connection issues and come back a few minutes later – you’ll never miss anything again

    Well, these are only the basic functions. Below I added several others which have convinced me to keep using ZNC and nothing else. Of course, it’s Free Software (Apache 2.0 License) and it’s quite actively developed. If you have no server or no time to install something on it, you can also use one of the many ZNC providers for free.

    If you like ZNC as much as I do, please consider helping them to improve the software or just donate to keep the very useful wiki alive!

    Further cool functions you might find useful: [ » Read More…]

  • Why free choice of routers is a must

    In my opinion, the latest NSA leaks reached a new level of boldness.
    Oh wait, maybe you are one of the people that keep saying „Of course NSA is spying on all of us, but I’m safe: I use Tor/VPN, deleted my Facebook account, and I completely switched to secure operating systems, so I got this going for me.„. If so I congratulate you, these are important steps and I hope there will be more people like you.

    NSA Headwater Implant

    NSA Headwater Implant

    But as the introducting sentence states, the latest information of NSA’s mass surveillance goes much further than only spying in social networks and intercepting phone calls. This time, it’s about your home and your network itself. To be concrete: It’s about your router located somewhere in your rooms. Internal, top secret classified presentations show that NSA is actively searching for vulnerabilities in industry and home routers and is buying exploits if needed. And if all of these steps aren’t enough, they just implant a backdoor chip granting full remote access.

    If you hear about an massively exploited vulnerability or a cooperating router vendor, I would expect you to switch the router or at least install updated/other firmware on the device. But what if you are not able to this because your Internet Service Provider (ISP) forces you to use his and no other device?

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