• OpenRheinRuhr 2016 – A report of iron and freedom

    orr2016_iron

    Our Dutch iron fighters

    Last weekend, I visited Oberhausen to participate in OpenRheinRuhr, a well-known Free Software event in north-western Germany. Over two days I was part of FSFE’s booth team, gave a talk, and enjoyed talking to tons of like-minded people about politics, technology and other stuff. In the next few minutes you will learn what coat hangers have to do with flat irons and which hotel you shouldn’t book if you plan to visit Oberhausen.

    On Friday, Matthias, Erik, and I arrived at the event location which normally is a museum collecting memories of heavy industries in the Ruhr area: old machines, the history and background of industry workers, and pictures of people fighting for their rights. Because we arrived a bit too early we helped the (fantastic!) orga team with some remaining work in the exhibition hall before setting up FSFE’s booth. While doing so, we already sold the first tshirt and baby romper (is this a new record?) and had nice talks. Afterwards we enjoyed a free evening and prepared for the next busy day.

    But Matthias and I faced a bad suprised: our hotel rooms were build for midgets and lacked a few basic features. For example, Matthias‘ room had no heating, and in my bathroom someone has stolen the shelf. At least I’ve been given a bedside lamp – except the little fact that the architect forgot to install a socket nearby. Another (semi-)funny bug were the emergency exits in front of our doors: by escaping from dangers inside the hotel, taking these exits won’t rescue you but instead increase the probability of dying from severe bone fractures. So if you ever need a hotel in Oberhausen, try to avoid City Lounge Hotel by any means. Pictures at the end of this article. [ » Read More…]

  • Freie Software – Definition in Dortmund

    do-foss_definitionSeit einiger Zeit arbeiten wir bei der Free Software Foundation Europe (FSFE) mit der Initiative Do-FOSS aus Dortmund zusammen, die dort mehr Freie Software in die öffentliche Verwaltung einbringen möchte. Konkret wird in Dortmund aktuell an dem Masterplan Digitales Dortmund gearbeitet, der „die zukünftige digitale Ausrichtung und die damit verbundenen Veränderungsprozesse an der Schnittstelle von Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft (Bürgerinnen und Bürger, Politik, Vereine, Unternehmen, Wissenschaft)“ beinhaltet.

    Erfreulicherweise wird der Masterplan auch Freie Software beinhalten, doch haben unsere Freunde von Do-FOSS bemerken müssen, dass dieser Begriff häufig im Zusammenhang mit Open Source Software erwähnt wird. Wir als FSFE verstehen Open Source als Synonym für Freie Software, aber mussten leider schon in der Vergangenheit öfter feststellen, dass damit nur die Verfügbarkeit des Quellcodes und nicht – wie bei Freier Software offensichtlicher – auch die anderen drei der insgesamt vier Freiheiten Freier Software gemeint waren: Neben der Freiheit, die Funktionsweise anhand des Codes nachzuvollziehen (2), auch die Verwendung für jeden Zweck (1), das Teilen der Software mit anderen (3), und das Verbessern der Programme (4).

    Was also versteht nun die Stadt Dortmund unter Freier Software? Macht sie einen Unterschied zwischen Freier Software und Open Source? [ » Read More…]

  • Endgerätefreiheit testen – Es sind wieder Router verfügbar!

    mirsasha, CC BY-NC-ND 2.0

    mirsasha, CC BY-NC-ND 2.0

    Seit dem 1. August herrscht – auch dank der langfristigen Arbeit der FSFE – gesetzlich Endgerätefreiheit in Deutschland, sprich alle Kundinnen und Kunden eines DSL- oder Kabelanbieters sollen die Freiheit haben, ein Modem oder Router ihrer Wahl anzuschließen, ohne systematisch benachteiligt zu werden. Doch halten die Anbieter das wirklich ein? Die FSFE testet das mit Hilfe großartiger Freiwilliger, denen wir alternative Testgeräte zuschicken. Und davon sind aktuell wieder ein paar verfügbar und warten auf neue Tester!

    Auf der Wiki-Seite für den Anschlusstest haben wir mittlerweile für viele größere wie kleinere Anbieter Erfahrungen von Leuten gesammelt. Man erhält dadurch eine schnelle Übersicht, bei welchem Anbieter es Probleme geben könnte und wie diese am besten zu lösen sind. Für einige Anbieter wie Unitymedia haben wir schon viele Ergebnisse erhalten, doch bei einigen anderen populären wie zum Beispiel der Telekom oder 1&1 sieht es noch mau aus. Daher würden ich und die FSFE sich freuen, wenn Kunden solcher Anbieter versuchen würden, einen alternativen Router anzuschließen. [ » Read More…]

  • „Schluss mit dem Routerzwang“ – Radiosendung im Deutschlandfunk

    Heute war ich beim Deutschlandfunk zu einer Radiosendung über den Routerzwang eingeladen. Wir haben etwa eine Stunde lang darüber geredet, warum es so wichtig ist, dass wir seit dem 1. August endlich Routerfreiheit in Deutschland haben, was das für Verbraucher bringt und welche Fragen noch ungeklärt sind.

    Zusammen mit den beiden anderen Gästen, Marleen Frontzeck von teltarif.de und Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen, haben wir mit dem Moderator Römermann aber auch weitere Aspekte angeschnitten, etwa W-LAN-Sicherheit und Freifunk-Netzwerke. Insgesamt war es eine sehr angenehme und hoffentlich für möglichst viele Menschen auch informative Sendung. Und da es mein erstes Radio-Interview war, zumal auch noch live, freut mich das ganz besonders.

    Eine kurze Zusammenfassung gibt auf der Deutschlandfunk-Webseite, von wo man auch die Audio-Aufnahme herunterladen bzw. direkt anhören kann. Für Archivierungszwecke stelle ich die komplette Sendung auch im freien ogg-Format hier zum Download bereit.

  • FrOSCon 2016 – Ein Rückblick

    froscon1For English readers: This is a short report about the last FrOSCon conference with some pictures and the talk recordings. Have a look at Polina’s talk (second video), it’s in English!

    Letztes Wochenende, am 20. und 21. August, fand in Sankt Augustin bei Bonn die 11. Ausgabe der FrOSCon statt, einer Konferenz zu Freier Software. Auch dieses Jahr war die FSFE mit einem Stand vertreten, an dem wir viele interessante Gespräche geführt und einen Ausschnitt unserer aktuellsten T-Shirts und weiterer Artikel präsentiert haben.

    Dank zweier toller Helfer, Gabriele und Constantin, war diese FrOSCon ein voller Erfolg. Polina Malaja aus dem Berliner FSFE-Büro und ich, die dieses Jahr die Hauptorganisation übernommen haben, konnten am Montag mit vollster Zufriedenheit nach Hause fahren.

    Videoaufzeichnung der Vorträge

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  • Erste Testgeräte für Routerfreiheit versendet

    Wie Ihr vielleicht schon mitbekommen habt, ist am 1. August die Welt etwas freier geworden. Nun nämlich ist das Gesetz für Endgerätefreiheit in Kraft, welches endlich erlaubt, dass Kunden deutscher Internetanbieter einen Router oder ein Modem ihrer Wahl an ihren Anschluss klemmen dürfen. Die FSFE hat sich von Anfang an für dieses Recht eingesetzt und schlussendlich haben wir diesen großen Erfolg errungen, der den Routerzwang endgültig abschaffen soll.

    Doch ein Gesetz auf Papier bringt wenig, wenn es in der Realität nicht eingehalten oder trickreich umschifft wird. Deshalb möchten wir so schnell und ausführlich wie möglich wissen, welche Internetanbieter ihren Kunden die neuen gesetzlich gesicherten Freiheiten zugestehen und welche uns weiter mit Zwangsgeräten beglücken wollen. Die FSFE möchte deshalb folgendermaßen Licht ins Dunkel bringen:

    1. Wir stellen eine zentrale Wiki-Seite, auf der wir Testberichte zu den einzelnen Herstellern sammeln: Geht der Internet- und Telefonanschluss mit einem alternativen Gerät? Was muss man dabei beachten? Welche Geräte sind kompatibel? Daneben gibt es weitere nützliche Informationen rund um die Routerfreiheit.
    2. Da vor allem der Markt für Kabelrouter noch sehr frisch ist, stellen wir Testgeräte zur Verfügung, die wir an freiwillige Tester versenden. Diese lassen uns dann hoffentlich weitere detaillierte Informationen zu dem Anschluss alternativer Router zukommen, die wiederum mehr Menschen helfen, Klarheit über dieses Thema zu erlangen.

    Raus mit den Testgeräten!

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  • German Government wants authorities to advertise PDFreaders

    pdfreaders-logoShould authorities be allowed to make advertisement for only one company and ignore all the others? Many people strongly disagree, among them myself, the Free Software Foundation Europe (FSFE) and also the CIO of the Federal Republic of Germany, the IT commissioner of the German Government.

    The whole story began with something we all had to read sometimes, at least subconsciously, on a website providing PDF documents: „To open the PDF files please download Adobe Acrobat Reader.“. Such notices are unnecessary advertisement for a proprietary (non-free) product — there are dozens of software applications which can do the same or even more, many of them Free Software. Because of that the FSFE started a campaign called „PDFreaders“ to make this deficiency public, and contact administrations and companies with thousands of letters and emails.

    One big success of this campaign in Germany is PDFreaders being mentioned in the official current Migration Guide of Germany’s Chief Information Officer. This document explains some critical points of IT in administrations and companies and evaluates different software. Under point 4.3.7 „PDF readers and authoring“ the guide compares different PDF applications and also takes Free Software readers like Evince into account: [ » Read More…]

  • Weiterer Teilerfolg beim Routerzwang

    Router in Bedrängnis

    Eigene Router in Bedrängnis – hoffentlich nicht mehr lange

    Die Free Software Foundation Europe und alle Freunde Freier Software, Verbraucherrechte und freien Wettbewerbs können sich seit einigen Tagen über einen weiteren Erfolg beim Thema Routerzwang freuen. Nachdem das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) das Thema Routerzwang in die eigenen Hände genommen hatte und einen Gesetzentwurf (TK-Endgerätegesetz) verfasst hat, der größtenteils unseren Vorstellungen entspricht, wurde dieser Entwurf der EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten für Kommentare und Änderungswünsche vorgelegt. Dabei wurde nach Ablauf der sogenannten Stillhaltefrist ausschließlich eine formelle Unklarheit bemängelt und der Gesetzestext im Inhalt gebilligt.

    Kurzinfo: Was ist Routerzwang?
    In unserer Gesellschaft sollte es selbstverständlich sein, sich für technische Geräte frei entscheiden zu können, die man in seinem Zuhause in Betrieb nehmen möchte, genauso wie wir entscheiden können, welches Mobiltelefon wir kaufen. Doch einige Internetanbieter widersprechen diesem Prinzip und schreiben ihren Kunden vor, welches Gerät sie zur Einwahl in das Internet nutzen müssen oder diskriminieren Besitzer alternativer Geräte. Diese Verletzung eigentlich selbstverständlicher Rechte wird Routerzwang genannt und wird von der Free Software Foundation Europe und vielen anderen Organisationen, Projekten und Individuen stark kritisiert. Routerzwang ist nicht nur ein Thema für Technikexperten, sondern betrifft uns alle.

    Routerzwang beschäftigt die FSFE seit dem Januar 2013, die öffentlich in vielen Anhörungen und im Hintergrund Stellung bezogen hat. Mehr Informationen über das Thema auf unserer ausführlichen Übersichtsseite.

    Passend zum Ende dieser Phase hat der Journalist Jan Rähm für den Deutschlandfunk einen Beitrag gesendet, der das Thema sehr differenziert betrachtet, den aktuellen Stand darlegt und sowohl Gegner als auch Befürworter des Routerzwangs zu Wort kommen lässt. Der Beitrag ist als verkürzte Textversion und in der vollen Audioversion (5:48) auf der Webseite des Deutschlandfunks zu finden. So sagt etwa der Pressesprecher von Tele Columbus, einer der wenigen Befürworter des Routerzwangs: [ » Read More…]

  • Nächster Halt: Endstation.

    weselsky-putinMan könnte meinen, hier in Tansania ist man weit weg von den politischen Vorgängen in Deutschland. Doch interessanterweise wird es einem hier dieser Tage sehr einfach gemacht, den GDL-Streik, der vor allem vor Pfingsten in Deutschland die Bevölkerung elektrisiert, aus einer anderen Perspektive zu sehen. Wo selbst politik-kritische Formate wie die Satire-Komik-Sendung Heute Show durchgehend auf dem Gewerkschaftsführer Weselsky rumhackt, kann man durch den Vergleich mit Ländern wie Tansania, in denen das ganze Politikschauspiel noch etwas durchsichtiger und simpler gehalten ist, sehr gut verstehen, warum der GDL-Streik im Endeffekt ein notwendiges Übel für nahezu alle Bürger in Deutschland ist.

    Über den Autor:
    Max Mehl, 25, ist ein… ach, Ihr wisst wer ich bin. Wichtig für diesen Artikel ist allerdings, dass ich kein typischer Autor eines gewerkschaftsfreundlichen Beitrags bin. Ich bin Fan von offenem Wettbewerb, die SPD fand ich immer schon so naja und beim Wort „Sozialismus“ bekomme ich nervöse Zuckungen. Trotzdem befürworte ich den GDL-Streik. Wie in aller Welt passt denn das zusammen?

    Spätestens wer das zweite Semester der Politikwissenschaften absolviert hat, wird einen der wesentlichen Kerne der Realismustheorie verstanden haben. Es geht im Wesentlichen um Macht. Und Macht kann sich durch vieles definieren: Politischer Einfluss, militärische Schlagkraft, Ressourcen und natürlich Geld.

    Was in Tansania gilt…

    Hier in Tansania ist vor allem letzteres von Bedeutung. Wer über beträchtliche Summen von Geld verfügt, kann sich Einfluss kaufen und durch diesen Einfluss noch mehr Geld abzwacken. Im Gegenzug – und das ist viel prekärer – haben diejenigen, die kein Geld besitzen, keinen Einfluss, keine Stimme, keine Macht. Und das trifft somit auf weit über 90% der Bevölkerung zu. Die Tansanier haben es mit einem Parlament zu tun, das spätestens seit der Amtszeit des letzten Präsidenten diesem nur noch mehr Macht zuscheffelt. Und wenn es doch einmal so was verrücktes wie Korruptionsbekämpfung anstrebt, werden die verabschiedeten Gesetze per Veto geblockt oder ganz einfach nicht implementiert. [ » Read More…]

  • My internship at FSFE

    I recently saw that the Free Software Foundation Europe is offering a new and very interesting internship position. That’s a great opportunity for every student interested in Free Software and political activism — and for me to write about my internship I completed from October 2013 until end of March 2014. Here’s a report I wrote some time ago:

    Starting from October 2013 I was able to work 6 months as an intern for the Free Software Foundation Europe in Berlin. This was an internship required by my bachelor degree course at the University of Konstanz (Germany) where I study Politics and Public Administration. Some years before my internship I already was an FSFE Fellow and then decided to apply there.

    My daily tasks contained monitoring and moderation of the various mailing lists and social network accounts. There were also various technical jobs to do: Updating and creating single websites, sending out newsletters, fixing smaller bugs on our pages and so on.

    The bigger part in my internship was political work. In Germany, various ISPs want to hinder end consumers to freely choose a router because they only want officially supported ones. Such policy comes with serious consequences for security, free competition, trust in technology, and compatibility. My tasks contained analysing regulation drafts, writing statements for public hearings and coordination with other activists. We summarized the issue and our work on https://fsfe.org/activities/routers

    After the parliamentary elections in Germany 2013 I analysed the Grand Coalition’s agreement to identify possible positive and negative effects on Free Software. I also was able to visit several politicians in the German Bundestag to talk with them about Free Software and upcoming important tasks we wanted to work on.

    Besides I helped a lot organising our various campaigns like „Document Freedom Day“ and „I love Free Software“. For many of these political tasks and campaigns I wrote press releases and public statements.

    During my internship I learned a lot about the structure and work in a multinational organisation and how to collaborate and talk with different people around the world. Another plus is the know-how I aquired by helping planning the various campaigns and analyses. When I was in Brussels and Chemnitz to help at FSFE’s booths during conferences I also learned very much about how to talk with people of all kinds and how to carry ideas and convictions to others.

    I will never regret applying for and completing the internship at FSFE. There were so many theoretical and practical things no study course can teach. Being able to work at the interface between communities, companies and politics is something every interested student should be granted.

    I want to thank everybody who enabled the FSFE to offer these internships. Organisations like the Free Software Foundation Europe are important to bring equality and freedom to our society and these internships allow students to get an insight into this very interesting area of activity.

    This internship was a very general one so I was able to work in many different areas of FSFE’s activity. The offered internship is mostly about Document Freedom Day, FSFE’s largest campaign in which I also invested a lot of time. I’m quite sure that this position is also very interesting — and very important as well! So if you want to take responsibility and want to learn much about collaboration, worldwide activism and public relations, go ahead and apply for this internship!

    If you are interested in this internship but you have some questions left, please feel free to ask me anything.