• Endgerätefreiheit testen – Es sind wieder Router verfügbar!

    mirsasha, CC BY-NC-ND 2.0

    mirsasha, CC BY-NC-ND 2.0

    Seit dem 1. August herrscht – auch dank der langfristigen Arbeit der FSFE – gesetzlich Endgerätefreiheit in Deutschland, sprich alle Kundinnen und Kunden eines DSL- oder Kabelanbieters sollen die Freiheit haben, ein Modem oder Router ihrer Wahl anzuschließen, ohne systematisch benachteiligt zu werden. Doch halten die Anbieter das wirklich ein? Die FSFE testet das mit Hilfe großartiger Freiwilliger, denen wir alternative Testgeräte zuschicken. Und davon sind aktuell wieder ein paar verfügbar und warten auf neue Tester!

    Auf der Wiki-Seite für den Anschlusstest haben wir mittlerweile für viele größere wie kleinere Anbieter Erfahrungen von Leuten gesammelt. Man erhält dadurch eine schnelle Übersicht, bei welchem Anbieter es Probleme geben könnte und wie diese am besten zu lösen sind. Für einige Anbieter wie Unitymedia haben wir schon viele Ergebnisse erhalten, doch bei einigen anderen populären wie zum Beispiel der Telekom oder 1&1 sieht es noch mau aus. Daher würden ich und die FSFE sich freuen, wenn Kunden solcher Anbieter versuchen würden, einen alternativen Router anzuschließen. [ » Read More…]

  • „Schluss mit dem Routerzwang“ – Radiosendung im Deutschlandfunk

    Heute war ich beim Deutschlandfunk zu einer Radiosendung über den Routerzwang eingeladen. Wir haben etwa eine Stunde lang darüber geredet, warum es so wichtig ist, dass wir seit dem 1. August endlich Routerfreiheit in Deutschland haben, was das für Verbraucher bringt und welche Fragen noch ungeklärt sind.

    Zusammen mit den beiden anderen Gästen, Marleen Frontzeck von teltarif.de und Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen, haben wir mit dem Moderator Römermann aber auch weitere Aspekte angeschnitten, etwa W-LAN-Sicherheit und Freifunk-Netzwerke. Insgesamt war es eine sehr angenehme und hoffentlich für möglichst viele Menschen auch informative Sendung. Und da es mein erstes Radio-Interview war, zumal auch noch live, freut mich das ganz besonders.

    Eine kurze Zusammenfassung gibt auf der Deutschlandfunk-Webseite, von wo man auch die Audio-Aufnahme herunterladen bzw. direkt anhören kann. Für Archivierungszwecke stelle ich die komplette Sendung auch im freien ogg-Format hier zum Download bereit.

  • FrOSCon 2016 – Ein Rückblick

    froscon1For English readers: This is a short report about the last FrOSCon conference with some pictures and the talk recordings. Have a look at Polina’s talk (second video), it’s in English!

    Letztes Wochenende, am 20. und 21. August, fand in Sankt Augustin bei Bonn die 11. Ausgabe der FrOSCon statt, einer Konferenz zu Freier Software. Auch dieses Jahr war die FSFE mit einem Stand vertreten, an dem wir viele interessante Gespräche geführt und einen Ausschnitt unserer aktuellsten T-Shirts und weiterer Artikel präsentiert haben.

    Dank zweier toller Helfer, Gabriele und Constantin, war diese FrOSCon ein voller Erfolg. Polina Malaja aus dem Berliner FSFE-Büro und ich, die dieses Jahr die Hauptorganisation übernommen haben, konnten am Montag mit vollster Zufriedenheit nach Hause fahren.

    Videoaufzeichnung der Vorträge

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  • Erste Testgeräte für Routerfreiheit versendet

    Wie Ihr vielleicht schon mitbekommen habt, ist am 1. August die Welt etwas freier geworden. Nun nämlich ist das Gesetz für Endgerätefreiheit in Kraft, welches endlich erlaubt, dass Kunden deutscher Internetanbieter einen Router oder ein Modem ihrer Wahl an ihren Anschluss klemmen dürfen. Die FSFE hat sich von Anfang an für dieses Recht eingesetzt und schlussendlich haben wir diesen großen Erfolg errungen, der den Routerzwang endgültig abschaffen soll.

    Doch ein Gesetz auf Papier bringt wenig, wenn es in der Realität nicht eingehalten oder trickreich umschifft wird. Deshalb möchten wir so schnell und ausführlich wie möglich wissen, welche Internetanbieter ihren Kunden die neuen gesetzlich gesicherten Freiheiten zugestehen und welche uns weiter mit Zwangsgeräten beglücken wollen. Die FSFE möchte deshalb folgendermaßen Licht ins Dunkel bringen:

    1. Wir stellen eine zentrale Wiki-Seite, auf der wir Testberichte zu den einzelnen Herstellern sammeln: Geht der Internet- und Telefonanschluss mit einem alternativen Gerät? Was muss man dabei beachten? Welche Geräte sind kompatibel? Daneben gibt es weitere nützliche Informationen rund um die Routerfreiheit.
    2. Da vor allem der Markt für Kabelrouter noch sehr frisch ist, stellen wir Testgeräte zur Verfügung, die wir an freiwillige Tester versenden. Diese lassen uns dann hoffentlich weitere detaillierte Informationen zu dem Anschluss alternativer Router zukommen, die wiederum mehr Menschen helfen, Klarheit über dieses Thema zu erlangen.

    Raus mit den Testgeräten!

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  • Der Routerzwang fällt – Und was bringt mir das?

    Diesen Artikel habe ich ursprünglich als Gastbeitrag für Netzpolitik.org geschrieben.

    CC BY-SA 2.0 Konrad Twardowski

    CC BY-SA 2.0 Konrad Twardowski

    Betreiber von Diskotheken wissen es genau: Die Wahl des richtigen Türstehers ist wichtig, damit sich keine Störenfriede einschleichen. Dasselbe könnte man auch von Routern behaupten, die als Schnittstelle zwischen Internet und Heimnetz dafür sorgen müssen, dass nur das die Tore passiert, was auch im Sinne des Besitzers ist. Und endlich, nach Jahren der gesetzlichen Unklarheit, bekommen wir mit dem Ende des Routerzwangs das Recht dazu, uns unseren stillen Türsteher frei auszusuchen.

    Was die Süddeutsche Zeitung als „Unabhängigkeitstag für Internetnutzer“ bezeichnet, ist das offizielle Ende des Routerzwangs und das Inkrafttreten der Endgerätefreiheit am 1. August. Bisher konnten Internetanbieter (ISPs) in Deutschland bestimmen, welchen Router Kunden zur Verbindung mit dem Internet nutzen müssen. Nutzer hatten keinen Einfluss auf diese Entscheidung. Das ändert sich nun. Aber wir müssen sicherstellen, dass alle Kunden über diese neuen Rechte Bescheid wissen, und gleichzeitig überprüfen, ob ISPs die neuen Regeln befolgen.

    Wie bei einem Türsteher sollte man auch dem Router vertrauen können, denn über ihn läuft jeglicher Internetverkehr, also etwa alle E-Mails, Downloads und häufig auch Telefongespräche. Zwangsrouter fallen oft negativ mit kritischen Sicherheitslücken auf, die Nutzer aus technischen oder rechtlichen Gründen nicht selbst beheben können. Sie sind auch dafür bekannt, zu einigen Netzwerkgeräten oder Standards wie IPv6 inkompatibel zu sein oder nur eine geringe Anzahl wichtiger Funktionen zu unterstützen.

    Recht auf Endgerätefreiheit in Anspruch nehmen

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  • Getting oldschool, oder: Wie ich uncool wurde

    old-manLangsam tritt das ein, von dem ich gehofft habe, es möge mich nicht ereilen: Ich werde alt – zumindest gefühlt. Noch vor fünf bis zehn Jahren glaubte ich mich an der Spitze des neuen Ökosystems: Des Internets. Ich war der Meinung, diese Welt besser zu kennen als der Großteil der Menschheit. Kein Trend war vor mir sicher. Instant Messenger, Tauschbörsen, soziale Netzwerke, Diskussionsforen, Videoportale und all die lustigen und verstörenden Teile dieser neuen, digitalen und immer schneller werdenden Welt. Jedes neue Feature war ein Segen in meinen Augen.

    Alter Mann

    Und was ist heute? Lese ich von einer neuen tolle App, stöhne ich nur auf. Wird mir vorgeschlagen, Messenger X oder Y zu verwenden, rattern mir schon Ausreden durch den Kopf. Erfahre ich auf Portalen wie dem angesagten bento etwas über die „10 lustigsten Videos“ des letzten Jahres, kenne ich maximal eines davon – und das auch nur, weil im Spiegel oder so etwas darüber stand. Und bei jeder neuen Registrierung für einen Internetdienst, und sei es auch nur ein simpler Onlineshop, zieht mein Puls an.

    Stellenanzeigen sind besonders frustrierend für mich. War ich mir früher – überspitzt gesagt – sicher, mit meinen coolen Internetproskillz auf dem Arbeitsmarkt gefragt zu sein, auch wenn ich die nächsten zwei Jahre Mathe schwänze, sind mir angesagte Jobs für junge Menschen schon jetzt teilweise zu hoch. Wird etwa für Internetredakteure oder Community-Manager verlangt, sich unter anderem gut in „Instagram, Snapchat, Periscope und flickr“ auszukennen, müsste ich zugeben, auf keinem dieser trendigen Netzwerke überhaupt einen Account zu haben, geschweige denn das geringste Interesse daran.

    Am schlimmsten sind jedoch die Berichte in Fachzeitschriften über IT-Konferenzen. Wenn ich nur lese, dass wir in zehn Jahren unseren Alltag über ein Mikrofon steuern können, das unsere Spracheingaben direkt an Google oder Amazon schickt, würde ich am liebsten einen Flug in die hinterste Dritte Welt buchen.

    Die Frage nach dem Warum

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  • Switching my code from gitweb to Gogs

    gogs-logoSince end of 2014 I published some of my Free Software code – mostly Bash, R and HTML/PHP – on a self-hosted gitweb instance. I did this because I wanted to share the work I’ve done with other people because I’ve learnt a lot by reading other people’s code. Although I’m just a „hobby programmer“, I hoped at least some people can benefit from it.

    The last few days, I switched from gitweb, a very simple web interface for my git repositories, to Gogs, a feature-rich webservice which still is lightweight, and quite simple to install and maintain – and of course Free Software! By doing so, people can now register with my Gogs instance, open issue tickets, fork my projects and send pull requests – very similar to non/semi-free services like GitHub or GitLab.

    Installation

    As a user of the German hosting service Uberspace I had to follow some special ways to install Gogs. But thanks to a nice guide it was quite simple, so it was finished after only 15 minutes. The only tricky part was the SSH feature with which I spent a few hours to make it work. The problem was that using the same public key with Gogs as you’re using for logging into the server’s SSH won’t work. You’ll have to generate a new SSH key and use it’s public key for Gogs. Then you have to edit your client’s SSH config: [ » Read More…]

  • I love Free Software (Apps)

    Yoda-ilovefsDo you know being in a restaurant and getting a menu which is longer than the average novel, and you cannot decide for a single meal because every single one sounds more delicious than the other? That’s similar to the problem I was having when writing this blog post…

    Today is the „I love Free Software“ day, on which people all over the world say „thank you“ to contributors of Free Software, often created in free time and with lots of passion. This is software you can use for any purpose, which source code you or others can analyse, which can be modified and distributed – any program respecting these essential freedoms benefits a fair society, and our most personal privacy and security in return.

    After I thanked ZNC and Taskwarrior last Valentine’s Days, this year I want to focus on software running on the device that’s almost always in my pocket. My mobile phone is the gatekeeper of most of my communication: short messages, pictures, emails, social media, todo lists, calendar… it’s amazing thinking about what this tiny computer has to achieve to satisfy my needs. But of course, I also want to use as much Free Software as possible to secure my sensitive data. And because of that I cannot name a single software but have to list a few which I depend on almost every single day, and I want to sincerely thank the people contributing to them! [ » Read More…]

  • German Government wants authorities to advertise PDFreaders

    pdfreaders-logoShould authorities be allowed to make advertisement for only one company and ignore all the others? Many people strongly disagree, among them myself, the Free Software Foundation Europe (FSFE) and also the CIO of the Federal Republic of Germany, the IT commissioner of the German Government.

    The whole story began with something we all had to read sometimes, at least subconsciously, on a website providing PDF documents: „To open the PDF files please download Adobe Acrobat Reader.“. Such notices are unnecessary advertisement for a proprietary (non-free) product — there are dozens of software applications which can do the same or even more, many of them Free Software. Because of that the FSFE started a campaign called „PDFreaders“ to make this deficiency public, and contact administrations and companies with thousands of letters and emails.

    One big success of this campaign in Germany is PDFreaders being mentioned in the official current Migration Guide of Germany’s Chief Information Officer. This document explains some critical points of IT in administrations and companies and evaluates different software. Under point 4.3.7 „PDF readers and authoring“ the guide compares different PDF applications and also takes Free Software readers like Evince into account: [ » Read More…]

  • Weiterer Teilerfolg beim Routerzwang

    Router in Bedrängnis

    Eigene Router in Bedrängnis – hoffentlich nicht mehr lange

    Die Free Software Foundation Europe und alle Freunde Freier Software, Verbraucherrechte und freien Wettbewerbs können sich seit einigen Tagen über einen weiteren Erfolg beim Thema Routerzwang freuen. Nachdem das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) das Thema Routerzwang in die eigenen Hände genommen hatte und einen Gesetzentwurf (TK-Endgerätegesetz) verfasst hat, der größtenteils unseren Vorstellungen entspricht, wurde dieser Entwurf der EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten für Kommentare und Änderungswünsche vorgelegt. Dabei wurde nach Ablauf der sogenannten Stillhaltefrist ausschließlich eine formelle Unklarheit bemängelt und der Gesetzestext im Inhalt gebilligt.

    Kurzinfo: Was ist Routerzwang?
    In unserer Gesellschaft sollte es selbstverständlich sein, sich für technische Geräte frei entscheiden zu können, die man in seinem Zuhause in Betrieb nehmen möchte, genauso wie wir entscheiden können, welches Mobiltelefon wir kaufen. Doch einige Internetanbieter widersprechen diesem Prinzip und schreiben ihren Kunden vor, welches Gerät sie zur Einwahl in das Internet nutzen müssen oder diskriminieren Besitzer alternativer Geräte. Diese Verletzung eigentlich selbstverständlicher Rechte wird Routerzwang genannt und wird von der Free Software Foundation Europe und vielen anderen Organisationen, Projekten und Individuen stark kritisiert. Routerzwang ist nicht nur ein Thema für Technikexperten, sondern betrifft uns alle.

    Routerzwang beschäftigt die FSFE seit dem Januar 2013, die öffentlich in vielen Anhörungen und im Hintergrund Stellung bezogen hat. Mehr Informationen über das Thema auf unserer ausführlichen Übersichtsseite.

    Passend zum Ende dieser Phase hat der Journalist Jan Rähm für den Deutschlandfunk einen Beitrag gesendet, der das Thema sehr differenziert betrachtet, den aktuellen Stand darlegt und sowohl Gegner als auch Befürworter des Routerzwangs zu Wort kommen lässt. Der Beitrag ist als verkürzte Textversion und in der vollen Audioversion (5:48) auf der Webseite des Deutschlandfunks zu finden. So sagt etwa der Pressesprecher von Tele Columbus, einer der wenigen Befürworter des Routerzwangs: [ » Read More…]